Wartungsarbeiten mit Drosselung der Stromproduktion

WendlandAntiNuclearProtestDen Bürgern der Region ist seit dem Wiederanfahren des AKW Grohnde aufgefallen, dass es bei der Stromproduktion erhebliche Schwankungen gab. Das löst nach so einem langen Ausfall der Anlage auf Grund von Problemen große Sorge auf. Ist die Atomanlage wirklich noch voll funktionsfähig? Und was ist bei einer Störung, kann die Belegschaft mit der bestehenden Technik wirklich noch für den Schutz der Bürger sorgen?

Mit einem Blick auf die Internetseite der European Energy Exchange AG zeigt sich, dass auch nach dem Wiederanfahren der Atomanlage weiterhin Wartungsarbeiten notwendig sind. Dabei ist eine Drosselung der Stromproduktion um 140 MW für die Dauer von 2 Wochen bis
einschließlich dem 13. Juli erforderlich.

„Das wird es einem ganz anders“ so ein Bürger zu dem Thema mit sorgevollem Gesicht. „Dieser Zustand erweckt den Eindruck, dass die Anlage nach den Reparaturarbeiten infolge des Pumpenschadens noch nicht wieder rund läuft“ ergänzt im Gespräch ein Mitglied der Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten.

Und tatsächlich wirft das unübliche Verhalten des Betreibers des Atomkraftwerks Fragen auf. Es ist bekannt, dass ein stetiges hoch- und runterfahren eines Atomkraftwerks nicht gut ist und zu großen Problemen und Störungen führen kann. Ein solches Kraftwerk ist für den Dauerbetrieb und möglichst konstanter Leistung konzipiert. Gaskraftwerke sind wesentliche flexibler und dafür mal ins das Stromnetz integriert worden, damit darüber Stromschwankungen schnell entgegengewirkt werden kann. Doch wurden diese Kraftwerke nach und nach von den Stromkonzernen aus dem Netz genommen.

Folgende Fragen stellte die Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten dem Umweltminister Wenzel in einem offenen Brief:

  • Was ist der Grund für die erwähnten Schwankungen in der Stromproduktion?
  • Um welche Art von Wartungsarbeiten handelt es sich bei den auf der Seite von EEX dargestellten?
  • Stehen diese Wartungsarbeiten im Zusammenhang mit dem gemeldeten Schaden an der Nachkühlpumpe?

Die besorgten Bürger sind sehr gespannt auf die Beantwortung und hoffen auf konsequentes Einschreiten der Aufsichtsbehörde!
Es dürfte allen bewusst sein, dass die beste und sicherste Lösung die sofortige Stilllegung des AKW Grohnde ist. Jeder Tag im Betrieb ist ein massives Risiko für ganz Europa und jeden Tag wird mehr Atommüll produziert, der Jahrtausende lang sicher gelagert werden muss und dabei wissen wir, dass es bisher kein tragfähiges Konzept weltweit für die dauerhafte sichere Lagerung von Atommüll gibt.

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