Risse Reaktordruckbehälter

2011_Arbeiter_FukushimaEs wurden nach erneuten Untersuchungen 16.000 Risse im Stahl der Reaktordruckbehälter an den Belgischen Atommeilern Doel 3 und Tihange 2 festgestellt! Die Zahl der Risse erhöht sich erheblich. Auf Grund dieser Problematik stehen die Atomkraftwerke still.
Nun stehen auch Forderungen im Raum, dass der Umweltminister Wenzel sofort handeln muss und Grohnde bis auf Weiteres abschalten muss, bis geklärt ist, ob ähnliche Probleme bei dem Reaktor in Niedersachsen vorliegen. Atomkraftgegner haben schon lange auf diese Problematik aufmerksam gemacht! Vermutlich wurden die Untersuchungsmethoden aus Belgien in Deutschland bzw. bei Grohnde noch nicht angewendet. Das muss nun DRINGEND erfolgen. Es geht um die Sicherheit einer dicht besiedelten Region in Niedersachsen und NRW.

Risse in den Belgischen Reaktordruckbehältern Doel und Tihange – ist das AKW Grohnde auch betroffen?

16.000 Risse im Stahl der Reaktordruckbehälter wurden bei aktuellen
Untersuchungen an den Belgischen Atommeilern Doel 3 und Tihange 2 festgestellt.
Beide Anlagen sind abgeschaltet.
Ob die beide belgischen Anlagen jemals wieder ans Netz gehen können, ist fragwürdig. Jens Beus, Leiter der Belgischen Atomaufsicht FANC, zeigte sich aufgrund der offensichtlich unterschätzten Korrosionsaspekte sehr besorgt und warnte eindringlich alle Länder, die im Besitz von Atomreaktoren sind, dass es sich hierbei um ein weltweites Problem handele. Damit sind auch die Aufsichtsbehörden in Deutschland alarmiert worden und müssen nun handeln!

„Die hier aufgezeigte Problematik kann genauso gut den Reaktordruckbehälter des Atomkraftwerks Grohnde betreffen, denn der für den Behälter verwendete Stahl ist bereits während der Bauphase der Anlage
veraltet und wegen seiner bekannten Rissempfindlichkeit sehr umstritten. Seit 30 Jahren ist Grohnde nun am Netz. Erst im letzten Jahr zeigten sich zahlreiche Defekte, die bei der vergangenen Revision sichtbar wurden und wohl schon länger in der Anlage schlummerten“, erläutert Karsten Schmeißner vom Anti-Atom-Bündnis „Regionalkonferenz AKW Grohnde abschalten“.

In einem Brief vom 19.2.2015 an den Niedersächsischen Umweltminister Wenzel bringen Vertreter der Regionalkonferenz ihre große Sorge bezüglich dieser Ereignisse zum Ausdruck. Sie fordern ihn auf, unverzüglich die Abschaltung der Anlage zu veranlassen, eine auf den neuesten Analyseverfahren basierende Sicherheitsüberprüfung am Reaktordruckbehälter einzuleiten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Wir müssen die Situation sehr ernst nehmen. Hier geht es nicht um einen harmlosen Defekt, sondern um mögliche Schäden in der Schutzhülle des Reaktorkerns, dem Herzstück dieser Anlage. Im Sinne der öffentlichen Sicherheit muss Minister Wenzel die Anlage sofort herunter fahren lassen“, so Schmeißner weiter.

Auch dieses ToDo liegt nun wieder in Hannover bei Minister Wenzel, wie zahlreiche andere auch. Doch die Atomaufsicht ist untätig, dann es geht mit den Fragen rund um die Sicherheit der Atomanlage Grohnde nicht weiter. Was sind die Gründe, dass die Aufsichtsbehörde scheinbar mehr dem Atomkonzern EON in die Hände arbeitet, als sich um die Sorgen der Bevölkerung zu kümmern. Sind die finanziellen Risiken einer Abschaltung wichtiger als die Sicherheit von Leben und Natur im 80 km Radius rund um Grohnde? Was ist aus dem blumigen Worten der Grünen Partei geworden, als sie noch gegen die CDU und FDP Regierung in Hannover wetterte und in den Landtagswahlkampf zog?!

Die Pressemeldung als PDF Datei.

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