Störfall im AKW Grohnde

Riss im AKW Grohnde
Atomkraftgegner starten Katastrophenszenario

AKW Grohnde – 19 Uhr, Dienstag der 05. März 2013.

Atomkraftgegner haben einen Riss am AKW Grohnde festgestellt und dokumentiert.

Im Laufe des Dienstag gab es einen Störfall auf dem Gelände des Atomkraftwerk Grohnde bei Hameln. Damit ist es zu Problemen im Reaktor gekommen. Der Reaktordruckbehälter ist geborsten und hat einen Riss in der Kuppel des Reaktorgebäudes verursacht.

Es ist unklar, ob bereits Radioaktivität ausgetreten ist.

EON, der Betreiber gibt keinerlei Informationen preis. Man muss die Lage prüfen und die Ingenieure sind sich sicher, dass sie alles unter Kontrolle haben. Angeblich besteht keinerlei Gefahr für die Bürger.

Die Landesregierung in Niedersachsen mauert ebenso. Man ist überrascht, dass es auch in Deutschland zu einem derartigen Zwischenfall kommen konnte. Grohnde ist doch eines der neueren AKWs, die bisher als absolut sicher galten. Das Land NRW wurde weder vom Land Niedersachsen noch vom Betreiber oder den Stadtwerken Bielefeld (rund 17% Beteiligung am AKW) informiert. Der grüne Umweltminister ist außer sich und prangert den ehemaligen Verantwortlichen in Hannover Birkner (FDP) an, nicht für ausreichende Sicherheit am AKW Grohnde gesorgt zu haben.

Nach diesem Szenario hat es einen Stromausfall gegeben, der zum Stillstand aller Pumpen in der Anlage und wahrscheinlich zur Schnellabschaltung des Reaktors geführt hat.

Eine Kernschmelze mit anschließender Freisetzung von Radioaktivität kann in den nächsten Stunden nicht ausgeschlossen
werden. Die in Windrichtung liegen Bewohner der Landkreise Hameln-Pyrmont und Lippe, Bielefeld, Herford und Gütersloh werden von der Bürgerinitiative „Grohnde abschalten“ vorsorglich aufgefordert in ihren Häusern zu verbleiben oder diese aufzusuchen. Es wird empfohlen, Fenster und Türen zu schließen. Haustiere sind im Haus zu halten und Vieh auf Stallungen zu verlegen.

Mit dem Szenario beginnen die Atomkraftgegner ihre Aktion rund um das AKW Grohnde. Es wird angenommen, dass bis zum Samstag eine Evakuierung notwendig wird. Ein Radius von 40 bis 60 km ist ab Freitag Sperrgebiet!

Aktuelle Informationen zu dem Szenario, der Organisation und zum Mitmachen finden sich im Internet auf der Seite www.grohnde-kampagne.de.

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