Uranzug in Uranfabrik Gronau startklar

Wie bekannt wurde und von Atomkraftgegnern bestätigt, wird am 12.12.2011 wieder mal ein Uranzug die Urananreicherungsanlage Gronau der Firma Urenco verlassen. Die Transportlok der Bentheimer Eisenbahn traf heute gegen 10 Uhr in Gronau ein.

Möglicherweise wird der Zug von Münster über Hamm quer durch das Ruhrgebiet und das Rheinland Richtung Südfrankreich fahren.

„Es ist ein Skandal:
Die Uranfirma Urenco schickt ständig geheime Urantransporte auf die Schiene, die am hellichten Tage mitten durch die Hauptbahnhöfe großer Städte rollen. Und die Atomaufsicht in NRW und Niedersachsen tut rein gar nichts, um diese tickenden Zeitbomben zu stoppen oder die Öffentlichkeit zu informieren. Wir fordern die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf dringend auf, nicht nur gegen die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus zu protestieren, sondern auch die gefährlichen Urantransporte von und nach Gronau zu unterbinden. NRW braucht sofort ein Moratorium für alle Atomtransporte.“

so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen (SOFA).

Der letzte Urantransport fand am 17. Oktober statt. Dabei durchfuhr der Zug Burgsteinfurt-Borghorst, Münster Hauptbahnhof (wurde auf den Gütergleisen in Höhe des Cineplex umrangiert), Emsdetten, Bad Bentheim (5 Stunden abgestellt), Rheine, Osnabrück, Hannover in Richtung Südfrankreich.
In Südfrankreich befindet sich die Atomfabrik Pierrelatte.

Die Transporte sind weder besonders abgesichert, noch gibt es Katastrophenschutzpläne. Man frage sich, was passiert, wenn so ein Zug mit einem anderen kollidiert oder sonstig einen ganz „gewöhnlichen“ Güterzug-Unglück verwickelt wird!

Es ist tatsächlich ein Skandal. Die Grünen in NRW spielen uns vor, sich gegen Atomkraft und für die Sicherheit einzusetzen. Doch haben sie weder den Ansatz die Uran-Anlage in Gronau die Betriebserlaubnis zu entziehen, noch für das Verbot dieser unsäglich gefährlichen Transporte einzusetzen.
Ebenso spielt die SPD den Heilsbringer vor, doch auch die sind völlig untätig!

Den Regierungsparteien in NRW sollten die Demonstrationen und Blockaden in Gorleben ein Zeichen gewesen sein. Es ist nicht auszuschließen, dass die Atomkraftgegner sich neben dem Atommüll auch gegen die Uran-Produktion in der Form engagieren, wie im Wendland. Was die Politik nicht im Stande ist zu „regeln“ müssen die Bürger schlussendlich selbst in die Hand nehmen…

Kurz noch Infos zu der Areva Anlage in Pierrelatte
Die Urankonversionsanlage ist zur Umwandlung des angereichteren Uranhexafluorids in Uranoxid (U3O8) und zur Vorbereitung des Urans zur Brennelementeherstellung. Darüber hinaus sorgt das Unternehmen für die Wartung der Urantransportbehälter, verarbeitet Atommüll und arbeitet am Abriss der stillgelegten Teile der Urananreicherung.
Im Jahre 2006 waren im Unternehmen 901 Angestellte beschäftigt.

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