Die Zukunft – Kohle statt Atom?

Der Atomausstieg ist mehr oder weniger festgelegt. In den nächsten 10 Jahren mag es wieder Bestrebungen zu einer AKW-Laufzeitverlängerung geben. Doch haben die Konzerne wie auch die Politik erfahren, dass die Anti-Atom-Bewegung eher stärker als schwächer geworden ist und sich nicht unterkriegen lässt.

Nun ist es die wichtige Aufgabe, dass die Bürger und der Mittelstand die erneuerbaren Energien „groß und stark“ machen. Mit Dezentralisierung und aus Bürgerhand ist viel machbar.

Doch es gibt auch noch weitere Störfeuer. Heute verdrängt fossiler und atomarer Strom die regenerative Energien aus den Netzen. Nun sind zwar einige AKWs zwar abgeschaltet, aber ob dass so bleibt und die anderen ebenfalls gem. der aktuellen Planung abgeschaltet werden, werden wir in Zukunft sehen. Gerade die Kohle ist massiv auf dem Vormarsch. Bestehende Kohle- und Gaskraftwerke werden jetzt stärker ausgelastet. Es gibt Bauanträge und Kraftwerke fest in der Planung bzw. Umsetzung.

Es liegt die Vermutung auf der Hand, dass RWE, EON und Co. jetzt versuchen, mit billigem Kohlestrom die Netze zu blockieren. So wie das Spiel heute mit Atomstrom gespielt wird, kann es künftig mit Gas- und Kohlestrom laufen. So können die erneuerbaren Energien „klein gehalten“ werden. Für die Konzerne sind Energieerzeugungsanlagen in der Hand von Stadtwerken und Bürgern Gewinn schmälernd und schädlich. Für die Konzerne steht daher fest, dass dieser Trend aufgehalten werden muss – um jeden Preis.
Gut für die Energiekonzerne: Für Gas- und Kohlekraftwerke gibt es noch keinen Abschaltplan!
Alle wissen, dass die fossilen Brennstoffe schlecht für das Klima sind.
Doch Abhilfe ist im Vormarsch: CCS heißt das Wunderwort. Es wird das klimaschädliche CO2 einfach im Erdreich „eingelagert„. D.h. es wird mit viel Druck in die Erde gepresst und alle hoffen, dass es dort verbleibt. Aber es gibt bereits Versuchsanlagen, die kläglich gescheitert sind und statt Vorteile viele Nachteile mit sich gebracht haben.

Das Thema CCS war kürzlich im Bundestag und die notwendigen Gesetze für die Konzerne wurden schnell auf den Weg gebracht. Es gab keinerlei Gegenwehr. Es werden nunmehr die Fakten mit Hilfe der Politik geschaffen, CCS als Industriestandard und als Rettung vor dem CO2 Kollaps!
Die Wirtschaft wittert wieder einmal fette Gewinne. Der Schaden an Leib, Leben und Natur rückt für die Dollarzeichen in den Hintergrund. Wir machen einmal mehr den gleichen Fehler, wie mit der Atomenergie…
Welche Probleme es mit CCS gibt, zeigt ein aktueller Artikel bei der Frankfurter Rundschau ‚Wie gefährlich ist CO2-Endlagerung?‘

Dass die Konzerne auch bei der Kohle tricksen können, zeigt das verlinkte PDF ‚Braunkohlestaub-Kraftwerk Fechenheim‘.

Der Kampf geht also weiter!
Nun heißt es „Kohle und Gas“ gegen „erneuerbare Energie“ und parallel noch „alle gegen CCS„.

Für den Kampf gegen die „Kohl-Übermacht“ hat sich in den letzten Tagen eine spezielle Mailing-Liste aufgetan. Es gibt Initiativen und Gruppen, die sich dem Thema annehmen und es kritisch mit Aktionen und vielen Informationen verfolgen. Bei der Mailing-Liste kann sich jeder anmelden.
Es lohnt sich, wenn man sich über Aktuelles und Aktionen informieren möchte, und natürlich selbst Informationen verbreiten möchte.

Zur Anmeldung: http://listi.jpberlin.de/listinfo/kohle-bis

Nachrichten kann man dann an alle Listenmitglieder über die eMail-Adresse kohle-bis@listi.jpberlin.de schicken.


Für Interessierte gibt es zu dem Themenfeld einige Links mit Details, Informationen und über Aktionen

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