Panne in Gronau – Urananreicherungsanlage sofort stilllegen

Der Arbeitskreis Umwelt Gronau fordert nach dem neuen Zwischenfall in der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) wiederholt die sofortige Stilllegung der Anlage.

Am 3. Juli wird es einen großen Protest gegen die Anlage geben, zu dem alle zur Teilnahme aufgerufen sind.

Medienberichten zufolge ist am Montag den 20. Juni auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage ein Container mit radioaktivem Uranhexafluorid von einem Gabelstapler gefallen. In der Anlage kam es auch in der Vergangenheit immer wieder zu Pannen und Zwischenfällen. Der bisher schwerste Unfall hat sich im Jahr 2010 ereignet. Dabei wurde ein Arbeiter radioaktiv kontaminiert und mußte hintereinander in vier Krankenhäusern stationär behandelt werden.

Im Vergleich zu den Atomkraftwerken rücken andere Atomanlage (wie Gronau oder Forschungsreaktoren) in der kritischen Diskussion leider immer wieder in den Hintergrund. So gibt es Aussagen der Rot-Grünen NRW Regierung, die Lizenz für die UAA zu entziehen. In der aktuellen Diskussion und bei den Beschlüssen fehlt aber jedes Engagement der beiden Parteien. Vor allem von den Grünen würde man an dieser Stelle mehr erwarten!

In einer ersten Stellungnahme zu dem Vorfall auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage erklärte ein Mitglied des Arbeitskreises in Gronau: „Wenn die Betreiber der Anlage nicht einmal einen Container im Schritttempo sicher transportieren können, dann darf der Urenco-Konzern auch keine Urantransporte mehr mit Lastwagen oder Sonderzügen auf die Reise schicken.
Und die NRW-Landesregierung muss dem Urenco-Konzern die Genehmigungen zum Betrieb der Urananreicherungsanlage sofort entziehen, bevor es wieder einen Unfall mit Personenschaden gibt.

Die Pressemitteilung des AKU Gronau.

Dazu ist festzuhalten, dass regelmäßig LKWs die radioaktiven Materialien wie Wasserkisten durch NRW fahren. An Sicherheitsvorkehrungen mangelt es auch hier. Man stelle sich nur vor, wenn diese radioaktiven Stoffe in der Umgebung einer Großstadt freigesetzt werden!

Bürgerinitiativen und Umweltverbände wie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz fordern schon lange die Stilllegung der Gronauer Uranfabrik, die nuklearen Brennstoff für den Betrieb von Atomkraftwerken in aller Welt vorbereitet.

Ein Atomausstieg für Deutschland muss eben auch bedeuten, dass Deutschland keine Rohstoffe für den Betrieb von Atomkraftwerken verarbeitet oder in andere Länder exportiert. Ein Ausstieg muss ein Ausstieg sein!

Auch gewerkschaftliche Gruppen unterstützen zunehmend die Proteste. Aktuell sind die Initiativen darum bemüht, dass die Gronauer Atomfabrik auch bei den bundesweiten Atomausstiegsverhandlungen berücksichtigt wird.

Seit am 3. Juli mit dabei!

Weit über 30 Initiativen und Verbände rufen für den 3. Juli zur Teilnahme an einer Kundgebung vor der Urananreicherungsanlage auf.
Adresse: Gronau, Röntgenstraße 4
Beginn: um 13.00 Uhr

Nähere Informationen über die Kundgebung und die Gefahren der Urananreicherungsanlage gibt es im Internet unter
www.aku-gronau.de.

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