Aufruf – Kundgebung in Gronau 3.6.2011

Aus NRW erreicht uns von der Bürgerinitiative für Umweltschutz in Gronau ein Aufruf.

In NRW gibt es wenige Atomanlagen. In ist Gronau eine, und die wird derzeit im Zuge des Atomausstiegs nicht weiter genannt. Doch wird von dort aus die ganze Welt mit Uranbrennstäben beliefert – so wie es aussieht auch im Jahren 2030! Wenn wir in Deutschland einen Atomausstieg machen, dann aber bitte RICHTIG! In Gronau gibt es jedes Jahr immer wieder neue Probleme und Störfälle. Es fallen unmengen an radioaktivem Abfall an und die LKWs transportieren das giftige und strahlende Zeug im normalen Alltagsverkehr durch NRW – nur wenige Bürger wissen davon. Das muss sich ändern!

Lest Euch bitte auch unten einen Bericht vom WDR durch (vom 10. Juni). Es ist schon merkwürdig, dass in NRW in Sachen Atom nichts vom Ausstieg bei der Urananreicherungsanlagen zu hören ist. Wie passt das zur aktuellen Strategie von Rot/Grün??
Atomkraft fängt nicht beim AKW an, sondern in den Uranabbaugebieten und bei den Urananreicherungsanlagen wie hier in Gronau!

Hier der Aufruf:

Liebe Freundinnen und Freunde,

nach dem großen Ostermarsch in Gronau mit rund 15.000 Menschen http://ostermarsch-gronau.de/fotos geht der Widerstand gegen die Gronauer Urananreicherungsanlage konzentriert weiter. Am 10. Juni gab es
eine Pressekonferenz mit Vertretern des BBU, des AKU und des DGB an der UAA (s. oben) und am 3. Juli soll wieder eine größere Kundgebung an der UAA stattfinden. Im Berliner „Atomausstiegspaket“ fehlt die UAA komplett. Es liegt an uns weiteren Druck aufzubauen, bis die NRW-Landesregierung letztlich die UAA stilllegt.

Darum: Bitte mobilisiert für die Kundgebung, unterstützt den Aufruf – Gebt ihn weiter!

Die Kundgebung soll mit einem Straßenfest „angereichert“ werden.
Wer selbst Künstler ist oder welche kennt – kommt alle, aber bitte melden Euch bei uns.
GitarristInnen, JongleurInnen, usw.

Und: Welche Initiativen / Umweltverbände möchten einen Infostand aufbauen? Wir freuen uns auf Euch!

WDR Münster, Regionalnachrichten, 10. Juni 2011

Kritik an Uranoxid-Lager

In Gronau haben Atomkraftgegner den geplanten Bau eines Uranoxid-Lagers an der dortigen Urananreicherungsanlage kritisiert. Außerdem forderten sie erneut die Stilllegung der bisherigen Anlage, die vor 25 Jahren eingeweiht wurde. Der Bau des Zwischenlagers für das Abfallprodukt aus der Urananreicherung soll noch in diesem Jahr beginnen. Bis zu 60.000 Tonnen des sehr giftigen und radioaktiven Stoffes soll die neue Halle bis zum Jahr 2030 aufnehmen dürfen, kritisiert der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz. Danach sei eine Lagerung im bundesweiten Atommüll-Endlager vorgesehen. Doch wann und ob es das jemals gebe, sei fraglich. Deswegen wird befürchtet, dass das Zwischenlager zum Endlager wird. Ein Schutz gegen Flugzeugabstürze sei nicht geplant. Um die Sicherheit der Arbeiter sorgt sich der Gronauer DGB-Vorsitzende Robert Brandt. Nach seiner Ansicht muss ein konsequenter Atomausstieg bei der Uran-Produktion in Gronau anfangen.

Quelle: http://www.wdr.de/studio/muenster/nachrichten/index.html#r2

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Eine Antwort zu Aufruf – Kundgebung in Gronau 3.6.2011

  1. Benno schreibt:

    Aus dem Aufruf:
    „Auch alle anderen Atomanlagen in NRW wie die GNS-Atommüll-Verarbeitung in
    Duisburg und das Atomforschungszentrum in Jülich müssen gestoppt werden.“

    …leider nicht die einzige. Die GNS in Duisburg konditioniert
    mittelradioaktiven Atommüll (umpacken/zerkleinern) aus den AKWs.

    http://www.duisburg-atomfrei.de/informationen/atommullverarbeitung-in-duisburg/

    An dem alten Reaktor in Jülich, der zurück gebaut wird, aber Boden und Wasser
    unter dem Gebäude radioaktiv belastet hat, waren die Stadtwerke Bielefeld und
    andere regionale Energieerzeuger beteiligt. Eine neue Kommission soll die
    Geschichte aufarbeiten. Eine „unabhängige“ der Landesregierung ist angekündigt,
    und plötzlich hat der Betreiber Forschungszentrum Jülich und AVR Gmbh nach
    Fukushima eine eigene aus dem Hut gezaubert. Das Teil wurde in den 50er Jahren
    gebaut!

    Bei Wikipedia steht:
    „Im Jahr 2000 räumten die Betreiber ein, dass die beta-Kontamination
    (Strontium-90) des AVR-Reaktors sogar die höchste aller Reaktoren und
    Nuklearanlagen weltweit ist und zudem noch in der ungünstigsten Form, nämlich
    staubgebunden vorliegt.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/AVR_%28J%C3%BClich%29

    lg, benno

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