Das radioaktive Wasser in Fukushima

Wir kennen seit Tagen die Probleme um hoch radioaktiv verseuchtes Wasser in Japan. Das Wasser ist scheinbar zur Kühlung / Löschung in der Atomkraftwerksanlage Fukushima 1 in Japan verwendet worden und ist durch die Kernschmelze in mehreren Reaktorblöcken massiv kontaminiert.

Aus Österreich gibt es dazu einen guten Bericht mit dem Titel: „Meer vor Fukushima total verstrahlt – Giftiges Löschwasser im Meer. Gebiet für mindestens 24.400 Jahre verstrahlt.“.

Anfangs wurde das Wasser einfach ins Meer abgelassen. Doch haben Messungen, vor allem von Greenpeace, die massive Verseuchung aufgezeigt. So konnte der AKW-Betreiber diese billige Version der Entsorgung durch „Verklappung“ der „Todesbrühe“ nicht mehr durchführen. Welche Folgen das alles im Meer haben wird, kann man erst in einigen Jahren abschätzen…
Bei N-TV gab es dazu einen guten Bericht mit dem Titel: „Greenpeace führt Messungen in Fukushima durch – Tepco: Verstrahltes Wasser floss ins Meer“.
Also wurden viele Behälter auf die Schnelle aufgebaut. Nun schwappen in einer Region, unter ständigen Erdbeben zitternd und derzeit auch noch mit der Regenzeit bedacht, 100.000 Tonnen hoch belastetes radioaktiv strahlendes Wasser rum. Man möchte sich nicht mit dem Gedanken konfrontieren, was passiert, wenn dies Wasser durch eine weitere Katastrophen aus den Behältnissen „schwappt“. Eines ist aber klar, es ist noch weiteres Giftwasser vorhanden, dass keinen Platz mehr findet und es gibt keine weiteren Behälter. Wohin mit dem Wasser. Die Atomrunine muss noch auf Jahre hinaus mit Wasser gekühlt werden. Dafür gibt es bis heute kein Konzept und keine erfolgversprechenden Maßnahmen. Es ist ein Disaster unglaublichen Ausmaßes!

Doch nun kommt eine weitere Katastrophenmeldung. Es ist die Atomkraftwerksanlage Fukushima 2. Diese Anlage steht in einer Entfernung von rund 15 km von Fukushima 1 entfernt. Scheinbar muss es auch dort Probleme geben! Zumindest ist jetzt über eine Meldung aus der Schweiz von Problemen mit hoch radioaktiv verseuchten Wassers auch aus der Anlage zu lesen. Dort sollen in das eh schon massiv verseuchte Meer nochmals 3.000 Tonnen Giftbrühe abgelassen werden.

Jede Woche werden die Probleme dort größer und schlimmer.

Ich möchte dazu auf diese beiden Beiträge verweisen. Der zweite Link ist für mich die Erläuterung eines unfassbaren Disasters. Es ist davon auszugehen, dass die Verantwortlichen dort vor Ort von den ersten Minuten genau wussten, was dort passiert und welche Folgen das hat. Doch tun konnten sie fast nichts.

Fukushima: Stromausfall

Fukushima: Kernschmelze vielleicht in allen Reaktoren ausgetreten

In den deutschen Medien wird darüber im Grunde nichts mehr berichtet. Sind wir Menschen in Europa derart abgestumpft? Sind diese Katastrophen keine Meldungen mehr wert?
Ist ein EHEC Erreger oder die Frage nach dem Opossum Heidi, der abgeschlossene Prozess um Kachelmann oder ein wilder Elefant in Indien wichtiger (siehe z.B. die Homepage der Bildzeitung vom 09.06.2011)?
Selbst ein Nachrichten-Portal wie N-TV hat Berichte über die Probleme über die größte Atomkatastrophe der letzten 25 Jahre komplett eingestellt.

Es mutet befremdlich an, dass gute und objektive Meldungen meist aus Österreich oder der Schweiz kommen.

Wenn man diese Meldungen liest und sich ansatzweise vorstellt, was da in Japan „ab geht“, so ist es unverständlich, dass wir in Europa noch vom Weiterbetrieb von Atomkraftwerken sprechen, oder gar in einigen Ländern noch vom Ausbau der Atomkraft. Mit solchen Gedanken ist auch das Ausstiegskonzept der Bundesregierung nicht nachvollziehbar. Statt weiterer vieler Jahre unter der Last von Atomkraftwerken und deren vernichtenden Risiken zu leben, ist ein schneller Ausstieg in 2014 notwendig. Dass dies geht, haben viele Studien gezeigt.

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