Bayer’s CO2 Pipeline…

m Düsseldorfer Verwaltungsgericht gab es einen Prozess von Anwohnern der Kohlenmonoxid-Pipeline von dem Chemie-Konzern BAYER gegen die Genehmigung des Projekts und die damit verbundenen Enteignungen.
Die Inbetriebnahme der Giftröhre zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen ist seit Jahren ausgesetzt, da das Oberverwaltungsgericht Münster Ende 2007 erhebliche Zweifel an der Gemeinnützigkeit des Projekts äußerte. Hier spielt der Konzern Hand-in-Hand mit dem Staat und Land!

Die CO2 Abscheidung ist ein neues politisches Wunderwerk, um auf dem Papier die CO2 Einsparungen zu realisieren, die die Politik in den tatsächliche „Verschmutzungsfeldern“ sträflich vernachlässigt. Statt mit Taten gegen die CO2 Emission zu wirken, geht man den Weg und trennt das CO2 aus dem Abgasen. Das ist keine Ursachenbekämpfung, das ist lediglich eine Verblödung der Menschen.

Es ist so, wie man es sinnbildlich mit einem Boot mit einem Leck vorzustellen hat. Statt das Loch zu flicken (also die Emission von CO2 zu reduzieren), wird mit Eimern das Wasser aus dem Boot geschaufelt. Wenn ds Loch größer wird, müssen mehr Leute das Wasser heraus zu schaufeln. Hier in dem Fall mit der Pipeline, wäre es so, als würde man ein Rohr nehmen und das Wasser mit Eimern durch das Rohr kippen, damit das Boot nicht untergeht. Jedes Kind hat gelernt, dass es notwendig ist, wenn man mit dem Boot in dieser kleinen Geschichte nicht untergehen will, das Loch zu schließen. Die Politik und Industrie kennt diese Geschichte nicht, daher ist man auf die Idee der tatsächlichen CO2 Reduzierung nicht gekommen.

„Nun ist der Moment gekommen, dieses unselige Projekt zu beerdigen. Die Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert: durch den angekündigten Bau neuer Kunststoff-Produktionsanlagen in Dormagen fällt dort kein überschüssiges Kohlenmonoxid mehr an – im Gegenteil. Statt das Krefelder Werk von Dormagen aus zu versorgen, kann BAYER die sowieso benötigte neue CO-Produktionsanlage in Krefeld bauen und auf die Pipeline vollständig verzichten“, so Philipp Mimkes von der Coordination gegen
BAYER-Gefahren.

Kohlenmonoxid ist ein tödliches Atemgift, das bislang – wie alle giftigen Gase – nur am Ort seines Verbrauchs produziert werden darf. Im
Gefahrenkorridor entlang der Pipeline leben mehr als 140.000 Personen. Die Feuerwehren haben wiederholt darauf hingewiesen, dass sie der Bevölkerung im Fall eines Leitungsbruchs nicht helfen könnten. Nach Auffassung der Gegner muss das bislang geltende Prinzip, wonach Gefahrenstoffe nur am Ort ihrer Verwendung produziert werden, unbedingt erhalten bleiben.

Gegen die Inbetriebnahme der Pipeline wurden von den Bürgerinitiativen entlang der Trasse mehr als 110.000 Unterschriften gesammelt. Die
‚Coordination gegen BAYER-Gefahren‘ hatte die Bürgerproteste gegen die Pipeline Anfang 2006 initiiert und hierzu mehrfach Gegenanträge in der
BAYER-Hauptversammlung eingereicht.

Unabhängig vom Ausgang des bis Freitag laufenden Verfahrens erhält BAYER weiterhin keine Betriebsgenehmigung, da zunächst das Oberverwaltungsgericht endgültig entscheiden muss. Von Mitarbeitern des Unternehmens ist zu hören, dass der Vorstand des Konzerns bei einer erneuten gerichtlichen Schlappe neu über das Projekt befinden will.

Nun wird sich der Atomkraftgegner fragen, was hat BAYER und diese Pipiline mit Atomkraft zu tun. Erstmal nicht so viel. Aber die CO2 Abscheidung und Verbringung der Gase sind ein wesentliches Ziel der großen Atomkonzerne. Gerade auch EON ist massiv in der CO2 Verpressung ‚CCS‘ aktiv. Statt Gelder in erneuerbare Energien zu investieren, forscht man mit Steuergeldern an CCS. DIes ist wichtig, um weitere Kohlekraftwerke ans Netz zu bringen und dann für die CO2 Ziele der Bundesregierung, zwar CO2 zu produzieren, es aber nicht direkt in die Luft zu lassen. Besser -so meinen e die Konzerne- ist CO2 im Erdreich aufgehoben. Doch ist das eine Lügen-Mär, wie die vielen anderen Geschichten über die saubere und sichere Atomkraft!

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