Mit Gorleben kommen sie nicht durch…

Uns hat heute ein Aufruf der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. erreicht. Kerstin aus dem Wendland hat uns in einer gut formulierten Zusammenfassung mit dem Aufruf „Kommt ins Wendland“ die aktuelle Lage aufgezeigt.
Sie hat ausdrücklich darauf hingewiesen, wer mag, kann den Text bei Aktionen verlesen und verwenden (als PDF „Wendland_im_Sommer“ zum Drucken und verteilen)!

Alle AKW abschalten – sofort und endgültig!

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat einmal mehr gezeigt, dass Atomkraft nicht beherrschbar ist. Scheibchenweise wird jetzt vom Betreiber Tepco zugegeben, dass dort in allen Reaktorblöcken eine Kernschmelze stattgefunden hat. Selbst in der Katastrophe wird noch getrickst, beschönigt, kleingeredet. Wir streiten dafür, dass die Atomkraftwerke in Deutschland und weltweit abgeschaltet werden, bevor der nächste GAU passiert. Die Gefahr, dass es zu einem schweren Unfall mit verheerenden Folgen kommt, ist nicht hypothetisch, sie ist real. Jedes Atomkraftwerk ist eine Zeitbombe, und jedes Quäntchen Atommüll, das beim Weiterbetrieb anfällt, ist ein Gramm zu viel.

Die Bundesregierung ist zerrissen, hin- und hergerissen.
Das taktische Kalkül der Kanzlerin, 8 Atommeiler stillzulegen, damit sich die Wogen glätten und die nächsten Wahlen kein Desaster für Schwarz-Gelb würden, ist nicht aufgegangen. Die Leute wählen grün, Merkel und Rösler ärgern sich schwarz und sind ganz gelb vor Neid. Nun
mehren sich längst wieder die Stimmen im Regierungslager, die den Stromgiganten die Profite mittelfristig sichern und den Atomausstieg zeitlich strecken wollen.

Wir stehen am energiepolitischen Scheideweg: Wir wollen keine Kohlekraftwerke, wir wollen keinen Atomstrom. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien. Aber nicht gigantisch, Kleinvieh macht viel Mist und viele dezentrale Anlagen erzeugen viel Strom, ohne neue Stromautobahnen.
Die Konzerne gehören an die Kette gelegt und vergesellschaftet, weil ihre Chefs nicht kapiert haben, dass die Stromproduktion sich an ökologischen Interessen und dem Gemeinwohl zu orientieren hat.
Aber wir sagen auch ganz klar: Wir machen keine Reklame für Parteien, denn nur die vielen kleinen Leute erzeugen ganz viel Druck, wir sind voller Energie und lassen uns nicht länger verschaukeln!
Die Energiewende kommt von unten (und – aus dem Wendland).

Atommüll ohne Ende

Weltweit gibt es kein Endlager für hochradioaktive Abfälle. Das hat einen einfachen Grund: das Teufelszeug ist hochgiftig und muss für eine Million Jahre sicher von der Biosphäre abgeschlossen werden. Ein Ding der Unmöglichkeit. Wie schnell die Endlagerpläne platzen, zeigen die havarierten Atommülllager Asse II und Morsleben. Die Asse säuft ab, und Morsleben stürzt ein. Nicht 30 000 Generationen Sicherheit, nur eine Generation Unsicherheit reichte, und das Märchen vom sicheren Endlager war entzaubert. Wir fordern Konsequenzen: hört sofort damit auf, Atommüll zu produzieren, ihr könnt mit dem vorhandenen schon jetzt nicht umgehen!

Mit Gorleben kommen sie nicht durch!

Demokratie endet, wo es um Atommüll geht: In Gorleben wird unter
Ausschluss der Öffentlichkeit seit 34 Jahren ein Lager für Atommüll gebaut. Die untertägige Erkundung wurde im November 2010 per Weisung von Bundesumweltminister Röttgen nach 10 Jahren Baustopp wieder aufgenommen. Der Schwarzbau Gorleben ist zu 90% fertiggestellt, es wird weiter gebaut im 3- Schichten / 24 Stunden-Betrieb.

In Gorleben werden Fakten geschaffen.

Die geologischen Schwachstellen dieses Projekts lassen sich aber nicht weg moderieren, das sind Wasserwegsamkeiten, ein fehlendes Deckgebirge und Gasvorkommen. Wir gehen entschlossen gegen den Fertigbau von Gorleben vor, denn es gilt Schaden von den nächsten 30.000 Generationen abzuwenden! Ab Pfingsten heißt es „Gorleben versalzen“.

Zeitgleich zu den Blockaden vor den Atomkraftwerken wird auch in Gorleben Salz in die Wunden der Atomlobby gestreut.

Atomtransporte kreuz & quer

Wenn im November 2011 der nächste Castor-Konvoi aus La Hague nach Gorleben rollt, dann wird nur vorgetäuscht, in der Atommüllentsorgung bewege sich etwas. Denn der Atommüll wird nur von A nach B gekarrt und in einer luftigen Halle abgestellt.

Ob Ahaus, Lubmin, Gorleben: Atomtransporte sind ein Risiko, das wir nicht hinnehmen können.

Auf ins Wendland!

Es braucht den Druck von der Straße, von Menschen, die sich selbst einsetzen für ihre klar erklärten Ziele! Nur so beeindrucken wir die Parteien und die Konzerne. Stimmen wir ab, mit Händen und Füßen, wenn der nächste Castor ins Wendland rollt: Der Atomkraft die Rote Karte.

Gorleben aufgeben und zurückbauen!
Jetzt!

Termine
Leisten wir Widerstand gegen den Endlagerschwarzbau mit entschlossenen Aktionen vom 10. bis zum 17. Juni 2011!

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Danke Kerstin 🙂

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