Siemens steigt aus

Die Zeichen stehen deutlich auf „Atomausstieg“.
Noch zieren sich die Atomkonzerne wie RWE und EON. ENBW wird durch die politische Veränderung im „Ländle“ auf Öko getrimmt. Vattenfall hat nach den vielen „Bauchlandungen“ keinen Spaß mehr in Deutschland und zieht sich ebenso aus der Atomkraft zurück.

Die großen Energieanbieter in Deutschland haben neben dem „Problem Atomkraft“ noch weitere Strukturprobleme. Sie haben auf Gas und Kohle gesetzt, um das von den Konzernen als Grundlast bezeichnete dauerhafte Energieaufkommen abzudecken. Es wurde sehr viel Geld investiert in die falschen Projekte. Die erneuerbaren Energien liegen weit hinter dem Querschnitt der Energieentwicklung in Deutschland.

Zusammenfassen kann man für das Jahr 2011 sagen:

  • Deutschland steigt aus der Atomenergieerzeugung aus.
  • Deutschland steig ein, in die Energiewende.

Der Atomausstieg steht fest – es geht nur noch um den Zeitpunkt. Hier streiten sich die politischen Parteien. Es gibt Forderungen von Sofort, über 2014, auf 2015 bis 2022. Solche Diskussionsansätze wären vor 6 Monaten undenkbar gewesen. Schlimm ist, dass es ein ungeheuerliches Unglück wie Fukushima bedurfte, um diese Einsicht zu erreichen.

Eine wesentlich interessantere Meldung kommt vom Handelsblatt!
Nach Angaben des Handelsblattes hat sich nun auch der Siemens-Konzern für den Ausstieg aus der Kernkraft entschieden. Siemens ist die Atom-Größe in Deutschland und direkter Partner des Atom-Monopolisten in Frankreich AREVA. Für den Ausstieg muss Siemens 650 Million zahlen.

Intern beim Siemens sei auf Managementebene die Grundsatzentscheidung für den Ausstieg bereits gefallen, schreibt das Handelsblatt. Demnach hat ein Siemens-Sprecher gesagt, das Unternehmen habe „unter Berücksichtigung von Japan und des weltweiten Marktumfelds“ über die Atomstrategie entschieden. „Gesellschaftliche und politische Aspekte“ haben bei der Entscheidung wesentliche Wirkung gezeigt.
Der Siemens-Sprecher betonte, dass länderübergreifende intelligente Energienetze sowie erneuerbare Energien in Zukunft an Bedeutung gewinnen würden. Siemens sei hier gut aufgestellt. Man beachte aber auch, dass Siemens einmal führend in der Photovoltaik war. Aus Renditeaspekten wurde dieser Bereich aber fallen gelassen und veräußert. Nun wird Siemens massiv aus China importieren (Firma Suntech) und hat entsprechende Vereinbarungen getroffen.

Dieser Schritt von Siemens wird weltweit einen Domino-Effekt auslösen, dass ist absehbar. Die Entscheidung von Siemens ist die einzig richtige. Es wird sich aber zeigen, ob Siemens sich hier nur auf den europäischen Markt beschränkt, oder aber global als Dienstleister der Atomlobby entfällt…

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