Mitgliedern der Ethikkommission

Wir haben Information zu den Mitgliedern der Ethikkommission erhalten, die wir heute veröffentlichen.
Wenn wir uns in Deutschland von einer Ethik Kommission, die im Übrigen undemokratisch ausgewählt wurde, vorschreiben lassen sollen, wie ethisch Atomkraft ist, sollten wir als demokratische Basis wissen, wer überhaupt in der Kommission sitzt.

Das Durchschnittsalter dieser Kommission liegt schätzungsweise zwischen 60 und 70 Jahren. Also eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission vorwiegend alten Männer. Man bedenke, dass diese Kommission eine Vorlage zur Entscheidung abgeben soll, wie es um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder geht. Ob das Gremium so besonders sinnvoll ausgewählt wurde steht in den Sternen. Auch verwundert es, warum niemand von den Umweltorganisationen oder den Grünen wie auch den Linken vertreten ist!

Zusammenfassend, kann man nur festhalten: Die angebliche bunte Besetzung der Ethikkommission hält einem genaueren moralischem Blick nicht stand!

  1. Prof. Dr. Klaus Töpfer (CDU)
    Ehemaliger Bundesumweltminister und früherer Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), hat den Vorsitz

    Prof. Klaus Töpfer hat 1986 kurz nach der Katastrophe von Tschernobyl – er war damals Umweltminister in Rheinland Pfalz – verlauten lassen, dass ein ähnlicher Unfall in Deutschland natürlich undenkbar wäre.

  2. Matthias Kleiner
    Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als 2. Vorsitzender
  3. Ulrich Beck
    Emeritierter Soziologieprofessor der Universität München und Risikoforscher
  4. Klaus von Dohnanyi (SPD)
    Ehemaliger Bundesbildungsminister und Erster Bürgermeister von Hamburg, Mitglied im Konvent für Deutschland
  5. Ulrich Fischer
    Badischer Landesbischof der evangelischen Kirche
  6. Alois Glück (CSU)
    Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
  7. Jörg Hacker
    Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle
  8. Jürgen Hambrecht
    Vorstandsvorsitzender BASF

    Der unter den Kommissionsmitgliedern zu findende BASF Chef Jürgen Hambrecht hat den ganzseitigen Aufruf der Industrie für die Laufzeitverlängerung und gegen die Brennelementesteuer unterzeichnet hat. Er ist also ein „Ultra-Atom-Freund“, also einer, der noch atomfreundlicher ist als die Bundesregierung. Welche ethischen Aspekte er beträgt, kann man sich schon denken.

  9. Volker Hauff
    Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (hier ist ebenfalls auch Klaus Töpfer wiederum vertreten)
  10. Walter Hirche (FDP)
    Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission
  11. Reinhard Hüttl
    Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech)
  12. Weyma Lübbe
    Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Regensburg
  13. Kardinal Reinhard Marx
    München
  14. Lucia A. Reisch
    Rat für Nachhaltige Entwicklung (s. auch Hauff und Töpfer)
  15. Ortwin Renn
    Risikoforscher und Soziologieprofessor an der Universität Stuttgart
  16. Miranda Schreurs
    Leiterin des Forschungszentrums für Umweltpolitik der FU Berlin und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen
  17. Michael Vassiliadis
    Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie

    Zu diesen „Atomfans“ wie der BASF Chef gehört auch dieser Gewerkschaftsvorsitzende. Welches Interesse er mit seiner Gewerkschaft vertritt und ob er damit überhaupt unbefangen entscheiden kann, kann sich wohl jeder selbst ausmalen! Sicherlich wird er bei einem Atomausstieg die Lobby der Braunkohle vertreten. Ist das Unbefangen?

Es gibt viele Stimmen, die die Legitimation dieses Gremiums in Frage stellen und damit jegliche Entscheidung ablehnen! Wir wollen nicht zum Boykott aufrufen. Aber jeder sollte in sich gehen und fragen:

  • Ist diese Zusammensetzung repräsentativ?
  • Sind die erzielten Ergebnisse aus völliger Befangenheit der Mitglieder entstanden? Vor Gericht muss an Richter bei Befangenheit ausgetauscht werden!
  • Wie sind die Mitglieder in so eine Kommission berufen worden? Wir leben in einem Rechtsstaat mit demkratischem Bewußtsein. Was hat diese Kommission mit demokratischer Legitimierung zu tun, wenn es um Fragen von zahllosen Generationen nach uns geht und um die Gesundheit von uns allen. Dazu sollten wir die vielen Krebskranken und Kinder mit Leukämie ins Gedächtnis rufen!
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