AKW Grohnde bei Hameln

Das AKW Grohnde steht bei Hameln an der Weser und ist von Lippe nur einen „Katzensprung“ entfernt. Lippe liegt damit im Falle eines Super-GAUs direkt in der Todeszone.

Derzeit ist das AKW Grohnde in der Revision – seit dem 2. Mai. Mit der Revision werden auch Brennstäbe gewechselt.

Ganz nebenbei wurde festgestellt, dass das AKW mit mindestens 2 kaputten Brennstäben im Produktionsbetrieb lief. Das Kühlwasser wurde damit radioaktiv belastet. Dieser Zwischenfall ist für den Betreiber und für die Aufsichtsbehörden irrelevant und es bestand angebliche keine Gefahr, obwohl Radioaktivität ausgetreten ist.

In wenigen Tagen geht das AKW wieder ans Netz!

In Grohnde liegen übrigens 13 Atommüll-Behälter des Typs CASTOR V/19 mit abgebrannten Brennelementen „rum“, oberirdisch in einer Halle. Im Betrieb sind fast 200 Brennstäbe im Reaktor. Die Brennstäbe enthalten Plutonium, bedingt durch die Bauart ‚MOX-Brennstäbe‘. In den MOX Brennstäben wird aufbereiteter Atommüll verwendet. Damit ist das Gefahrenpotential noch einmal höher! In Fukushima liegen übrigens auch MOX-Brennstäbe in den beschädigten Abklingbecken. Plutonium wurde direkt nach den Explosionen rund um das AKW in Japan gefunden.
Die Zwischenlagerung von Atommüll wurde auf dem Gelände des AKW Grohnde auf 40 Jahre begrenzt. Und was passiert dann??

Doch was ist eine Revision und was bedeutet der Tausch der Brennelemente für die nähere Umgebung?

  1. Ein Vortrag von einen Arzt aus Stuttgart vom 19.3. ist sehr informativ. Ab Minute 9 beschreibt er die Wirkungen eines normalen AKW Betriebs auf die Umwelt (5 km / 50km), auch unter Betrachtung der Revisionsphase:
    http://www.youtube.com/watch?v=0-VUbLkvoRk
  2. Dann noch eine Studie der IPPNW über Kinderkrebs in der Nähe von AKWs zusammengefasst in einem kurzen Beitrag:
    http://www.youtube.com/watch?v=2PiQTr0noL4
  3. Noch einige Details zu Grohnde
    Mögliche Sicherheitsrisiken im AKW Grohnde:

    • Ein ungelöstes Problem ist das Sumpfsieb der Reaktoren dieses Bautyps:
      Es besteht die Gefahr, dass Dämmfasern von Rohrleitungen das Sieb verstopfen und so im Kühlkreislauf zu einer Überhitzung des Reaktors führen können. Ergebnis wäre eine Kernschmelze, also ein Super-GAU.
    • Das AKW Grohnde ist nach Angaben der Reaktorsicherheitskommission des Bundes weder gegen schwere Flugzeugabstürze oder Terroranschläge gesichert, noch ist bei einem schweren Brand und Stromausfall eine Aufrechterhaltung des Kühlkreislaufes in jedem Fall gewährleistet. Folge wäre eine Kernschmelze und damit ein Super-GAU.
    • Das AKW Grohnde gehört weltweit (!!) zu den „erzeugungsgrößten“ Atomkraftwerken. In zwei Jahren lieferte es am meisten Strom von allen Kraftwerken weltweit. Die Menge die Grohnde an Strom jedes Jahr liefert liegt bei 11,4 – 12,5 Milliarden Kilowattstunden.

Wenn wir über Atomkraft im Raum Lippe sprechen, sollten wir uns über diese Folgen und der Risiken im „normalen“ Betrieb bewusst werden!
DAS IST DAS RESTRISIKO, welchem wir jeden weiteren Tag mit dem Betrieb von Grohnde ausgesetzt sind…
Derzeit ist der Betrieb bis 2032 geplant.

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