Protest beim Atomforum in Berlin

Anti-Atom-Gruppen haben zur Blockade des jährlichen Atomforums aufgerufen. Am Montag gab es eine große Demo mit rund 800 Teilnehmern. Die Blockade war am Dienstag zum Start des Atomforums sehr erfolgreich.

Von den Koordinatoren gibt es eine Pressemitteilung:

+++ Trotz wenigen Protestierenden wird der Atommafia ein wütender Empfang bereitet, die Mitgliederversammlung des Atomforums beginnt mit deutlicher Verspätung. Blockadeversuche dauern weiter an. Polizei mit großem Aufgebot und gewohnter Brutalität im Einsatz +++

Bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Aktionen gegen Energiekonzerne in Berlin, gestern fand eine Demonstration mit 800 Teilnehmern zum Camp statt. Das ursprüngliche Ziel der Demo, das Gala Dinner des Atomforums war aufgrund der Proteste abgesagt worden. Während der Demo und in den letzten Tagen gab es offensichtlich gut sichtbare Farb-Attacken gegen Vattenfall. „Viele Aktivist_innen haben so bereits in den vergangenen Tagen ihren Protest und ihre Wut über die Atommafia zum Ausdruck gebracht“, sagt Sonja Schubert.
Gegen zehn Uhr versammelten Blockierende sich heute morgen vor dem Alexa und an einigen weiteren Treffpunkten. Es kamen deutlich weniger Teilnehmer_innen als die Berliner Vollversammlung erwartete hatte. Dennoch, die die da waren waren entschlossen genug, immer wieder kleine Blockaden auf den großen Kreuzungen und vor dem Eingang am Haus des Lehrers zu errichten. Der Haupteingang des Berliner Congress Centrums war von vorne herein geschlossen worden. Die Berliner Polizei ging mit der gewohnten Brutalität gegen die Atomkraftgegner vor. „Wenigstens mussten die Atomschergen unsere Wut anhören und über Polizeiabsperrungen zu einem Nebeneingang gehen.“, so Luca Köppen. Die Mitgliederversammlung des Atomforums begann mit deutlicher Verspätung.
„Noch ist nicht aller Tage Abend, das Forum läuft noch. Die AKW-Gegner_innen werden da bleiben. Es ist aber schon erschreckend mit welcher Konsequenz die Polizei den Wahnsinn der Atommafia ermöglicht, während sie am Wochenende nicht Willens oder in der Lage war ein Straßenfest in Neukölln vor randalierenden Nazi-Schlägern zu schützen“, sagt Knut Vollmer.
Von gut unterrichteter Seite wurde der Berliner Vollversammlung heute ein ganz besonderer Stadtplan zugespielt, er zeigt zahlreiche Orte an denen Mitglieder der Atommafia ihre Büros und Dependancen haben. Der Plan ist auf dem Camp am Alex erhältlich, auch auf der Internetseite atomforum-blockieren.de kann man ihn einsehen. „Das Jahr hat 365 Tage für Aktionen gegen die Atommafia“, so Sonja Schubert.

Kontakt für Presseanfragen:
Sonja Schubert
Luca Küppen

presse@atomforum-blockieren.de

Der Widerstand könnte stärker sein. Schade ist, dass es solche Proteste nicht in die überregionalen Medien schaffen. Vielmehr wird solchen Kongressen Raum geboten, die den Eindruck von Seriösität bieten. Doch ist das nichts anderes als eine Lobbyveranstaltung, bei der sich die Atomindustrie als Saubermann darstellt und alle Probleme und das Leid der Menschen und die Schäden an Natur und Mensch ausblenden. Das ist eine Schande!

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