Tepco pleite – Staat bezahlt Super-GAU

Gerade zeigt es sich in Japan: AKWs sind unversicherbar!

Der Energiekonzern Tepco ist pleite. Tepco ist der Betreiber des AKW Fukushima. Und wer bezahlt jetzt den Schade?
Wie immer, die Allgemeinheit! Die Menschen, die eh schon mit massivem Leid zu kämpfen haben, bezahlen auch sie hier wieder. Sie zahlen für den Super-GAU, der von der Atomindustrie verursacht wurde durch die Nutzung einer Hochrisikotechnologie. AKWs wie Fukushima haben den Konzernen unglaubliche Gewinn erwirtschaftet, doch den Schaden tragen sie nicht.

In Deutschland wird keiner der Atomkonzerne durch einen Super-GAU pleite geht, da sie nur bis 2,5 Mrd. EUR haften müssen. Alles über diese Summe hinaus trägt der Staat – also WIR! Siehe dazu einen guten Artikel in der „Die Zeit“.

Dass die Allgemeinheit die Kosten trägt und wenige die Gewinn abschöpfen, ist in Deutschland, in Frankreich, in England – überall auf der Erde zu finden.

Sollen wir uns das weiterhin bieten lassen?

  • Wir sind die Bürger, die zu entscheiden haben, was wir wollen und was nicht.
  • Wir sind die Bürger die im Land, die durch radioaktive Strahlung verstrahlt werden.
  • Wir sind die Bürger die die Schäden an Leib und Leben zu bezahlen haben, die durch die Vertrahltung entstehen.
  • Wir sind die Bürger, die radioaktiv verstrahltes Essen vorgesetzt bekommen.

Wir sollen den Schaden bezahlen, also haben wir auch zu entscheiden!

Repräsentative Umfragen zeigen seit Jahren, dass die Menschen die Atomkraft in Europa und vor allen in Österreich, Schweiz, Italien und Deutschland ablehnen. Seit Fukushima sind es in Deutschland 90% der Menschen, die einen schnellen Ausstieg fordern. Sogar Politiker in den Atom-Parteien CDU, CSU und FDP fordern den Ausstieg und setzen sich offen dafür ein. Siehe hier die Antwort von Hr. Göppel auf Nachfrage bei Abgeordnetenwatch.

Die Organisation ausgestrahlt hat zu dem Thema eine tolle Meldung gebracht, die unten vollständig aufgeführt ist.
Die Umweltorganisationen BUND und Greenpeace haben 2011 Belege und Studien vorgelegt, dass ein sehr schneller Ausstieg möglich ist. Schon heute sind von 17 AKWs in Deutschland 11 abgeschaltet und nicht am Netz. Allein dies beweist, dass wir diese 11 AKWs nicht mehr benötigen. Wir können diese, mit dem nötigen Nachdruck in die Straße der Energiewende, sicherlich ab 2014 spätestens 2017 abschalten. Neben den politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen liegt es an uns allen, ebenso in die Energiewende einzutreten. JEDER kann mindestens 10 bis 20% seines Energiebedarfs SOFORT einsparen. Bis 2017 könnte jeder 50% !! seines Energiebedarfs einsparen.
Auch die öffentlich Hand wie auch die Unternehmen haben massives Potential einzusparen. Die 17 AKWs haben einen Anteil von weit unter 20% am Energieaufkommen in Deutschland. Nun sind noch 6 AKWs am Netz, die um die 10% des Energieaufkommens abdecken. Würden wir in Deutschland ab morgen 10% sparen, könnten auch die letzten 6 AKWs SOFORT abgeschaltet werden!

Die Studie über eine Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke zeigt und allen, das Riksiko eines Unfalls wie in Tschernobyl oder Fukushima ist unbezahlbar. Die Schäden ins irreparabel! Ein Unfall wie Fukushima wird in Summe 6.000 Mrd EUR kosten. Das sind ausgeschrieben 6.000.000.000.000 EUR !!
Siehe hier die Zusammenfassung vom Spiegel.

Wer sich an einer Aktion „Haftpflichtversicherung nicht nur für Bürger, Firmen, Autos, Häuser, sondern auch für AKWs“ kann an der Unterschriftenaktion mehrerer Anti-Atom-Organisationen teilnehmen.

Die Lobby in Europa hat die europäisch politischen Gremien „eingefangen“ und der Oberwächter Oettinger steht auf Seiten der Atomkonzerne. Dementsprechend ist klar, dass die Prüfung auf Sicherheit der AKWs verwässert wird. Böse Pressestimmen in Europa sprechen gar vom „Placebo“.

Hier die Meldung von ausgestrahl:

Nur zwei Monate hat es gedauert, dann war der japanische Atomkonzern Tepco bankrott. Am 10. Mai beantragt der Betreiber der Unglücksreaktoren in Fukushima finanzielle Hilfe beim japanischen Staat. Die Kassen seien durch den nötigen Zukauf an Mineralöl für die Stromversorgung des Landes leer, begründen dies die Unternehmens-Sprecher, wenn nun auch noch die Anwohner des AKW Fukushima entschädigt werden sollten, müsste der Staat einspringen. Die Gewinne, die der Konzern in den vergangenen Jahren mit seinen Atomreaktoren machte, wurden dagegen nicht mit der japanischen Gesellschaft geteilt, Tepco strich diese selbstverständlich alleine ein.

Jetzt ist es also auch offiziell so weit: Die Allgemeinheit muss nun nicht nur die gesundheitlichen Folgen des Super-GAUs in Fukushima tragen, sondern auch die finanziellen. Im Prinzip war dies vorauszusehen, liegt doch die fehlende finanzielle Absicherung von AKW und die Abwälzung der Schäden auf die Allgemeinheit im System Atomkraft begründet: Kein Reaktor hat eine ausreichende Haftpflichtversicherung, denn der Strom aus den Kraftwerken wäre mit so einer Versicherung enorm teuer und schlicht nicht konkurrenzfähig.

Just einen Tag nach Tepcos Pleite-Bekenntnis belegt die hiesige Versicherungswissenschaft ein weiteres mal, wie unwirtschaftlich Atomkraftwerke tatsächlich sind: Die Versicherungsforen Leipzig legen eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energien vor, in der sie den Strompreis aus AKW auf astronomische 2,36 Euro pro Kilowattstunde beziffern, müssten sich deren Betreiber ausreichend versichern. Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde Ökostrom kostet heute etwa 23 Cent.

Weil wir finden, dass ein Atomkraftwerks-Betreiber auch im Katastrophenfall selbst für sein Kraftwerk haften muss und nicht allein die Gewinne einstreichen darf, haben wir eine Unterschriften-Aktion gestartet, mit der wir sofort eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für AKW fordern. Der Effekt so einer Versicherung: Bei dem sich dann ergebenden, absurd hohen Strompreis wären sämtliche AKW auf einen Schlag völlig unrentabel – und würden sofort vom Netz gehen.

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