Kinder in Fukushima vor Strahlung schützen

In Japan in der Region um das verunglückte Atomkraftwerk Fukushima dürfen Kinder nach einer neuen Regelung der Regierung einer jährlichen radioaktiven Höchstdosis von 20 Millisievert (mSv) pro Jahr ausgesetzt sein.
In Deutschland liegt der zulässige Höchstwert für AKW-Arbeiter bei diesen Werten, was im Grunde schon unverantwortlich ist.
Kinder sind jedoch besonders durch Radioaktivität gefährdet, da die häufige Zellteilung im Wachstum die Entstehung von Krebs und die Schädigung des Erbguts begünstigt.

Deshalb hat Greenpeace einen offenen Brief an die japanische Botschaft übergeben, um diesen Wahnsinn zu stoppen – zum Wohle der Kinder, die für die katastrophale Fehlpolitik der japanischen Regierung nichts können. Sie werden das Leid aus der Verstrahlung durch verkrüppelte und Erbgut geschädigte Kindeskinder in die Zukunft verlagern.

Das ist unverantwortlich!

Vor der japanischen Botschaft demonstrieren Greenpeace-Aktivisten am 4. Mai dafür, die Kinder in der japanischen Präfektur Fukushima besser vor radioaktiver Kontamination zu schützen. Die Aktivisten übergeben einen offenen Brief an Botschafter Dr. Takahiro Shinyo. Auf Bannern fordern sie Japans Regierung in englischer und japanischer Sprache zum Schutz der Kinder auf: „Save the children of Fukushima„.

Greenpeace-Warnungen blieben bisher ohne Erfolg

Das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) hatte am 19. April entsprechende Institutionen in der Präfektur Fukushima angewiesen, als Strahlenschutz-Grenzwert für Schulen eine Dosis in Höhe von 20 Millisievert (mSv) pro Jahr festzulegen. Für Normalbürger ist eine jährliche Dosis von einem Millisievert erlaubt.

Seit Inkrafttreten der Grenzwerte fordern Greenpeace und weitere Umwelt- und Verbraucherorganisationen, diese dringend zu senken. Die japanische Regierung ignorierte solche Warnungen jedoch. Aus Protest trat der Atomberater der Regierung, der Wissenschaftler Toshiso Kosako, am Freitag unter Tränen zurück. Der Professor für atomare Strahlung kritisierte den Grenzwert als unangemessen hoch und bemängelte die mangelnde Transparenz bei der Messung der Strahlungswerte.

Quelle: Greenpeace

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