30. April = bundesweiter Umwelttag

Vielleicht wisst Ihr es schon. Vielleicht aber auch noch nicht.

Der 30. April war der „bundesweite Umwelttag“.

Wer hat davon gelesen oder etwas in dieser Richtung gemacht?

Nach 25 Jahren Tschernobyl und nach 7 Wochen Fukushima wissen die Menschen, wie wichtig der Atomausstieg ist. Die große Frage derzeit ist, wie schnell können wir den Um- bzw. Ausstieg umsetzen.
Die stärkste Forderung ist SOFORT. Dann kommen gute Konzepte mit den Jahren 2014 und 2015. Dann kommen weitere Konzepte mit 2020. Auch muss man dabei bedenken, dass wir nicht mehr CO2 aus nicht erneuerbaren Energien ausstoßen. D.h. wir müssen auch weg vom Gas und der Kohle. Wichtig ist, dass wir nicht auf unsinnige Konzepte wie der Verpressen von CO2 im Erdreich (auch CCS genannt) aufspringen. Es gibt einige Beispiele, wo man diese „Technologie“ eingesetzt hat, mit massiven Folgen. Siehe Kanada, wo Menschen und Tiere einfach so umkippen von den erheblichen CO2-Verdunstungen aus dem Erdreich, wo es zuvor durch Fabriken hineingepumpt wurde.

Dass die Entwicklung der erneuerbaren Energien und deren Umsetzung zur Nutzung noch nicht am Ende ist, wird immer deutlicher. Zahllose Ideen und Konzepte stehen im Raum. Einige sind testweise umgesetzt. Viele müssen noch in die Serienreife überführt werden. Bisher fehlte dazu das Geld. Nun sollten wir meinen, dass die Gelder aus der unsinnigen Atomnutzung umgelenkt werden.

Es gibt unzählige Anlagen, die die Sonnenkraft einfangen und diese Energie nutzen, die für ist unerschöpflich für uns Menschen.
Es gibt viele Anlagen, die sind teilweise 100 Jahre alt und erzeugen mit Wasser Energie. Schon im Mittelalter haben die Menschen sinnvoll diese Kraft genutzt. Warum also nicht auch jetzt in der Neuzeit?
Es gibt jeden Tag fast überall auf der Welt Wind. In einigen Regionen fast dauerhaft in gleichbleibender Stärke. Die Chinesen haben dies erkannt und riesige Anlagen in der Mongolei aufgebaut. Sie lösen so ein großen Teil ihrer Umweltprobleme, um von der massiven Nutzung von Kohle Abstand zu gewinnen. Das geht auch in anderen Ländern. Deutschland ist da zwar schon weit, aber es geht noch mehr.
m Erdinneren gibt es viel Wärme. Diese kann man nutzen. Das kann auch als Wärmespeicher genutzt werden. Sinnvoll und gut ausgewählte Standorte bieten fast unerschöpfliche Energie.
Wir können Pflanzenabfälle, Abfälle aus der Tierhaltung und Vergleichbares für die Energiegewinnung nutzen. Wir werfen vieles aber einfach nur weg…

Neben dem Ausstieg aus der Atomkraft muss auch an den Ausstieg aus den fossilen Rohstoffen der Energiegewinnung gedacht werden. Wir haben zu viel CO2. Erneuerbare Energie ist der einige und der richtige Weg. Hier müssen wir schnellst möglich auf den Zug aufspringen. Deutschland kann Musterbeispiel werden. Wir können damit Weltmarktführer werden. Wir können damit Arbeitsplätze sichern und schaffen. Atomkraft, Kohle und Erdgas sind eine Einbahnstraße. Je schneller wir diese verlassen, desto besser für alle unsere nachfolgenden Generationen…

Es gibt viele viele Quellen, die wir alle nicht nutzen, weil wir heute zu viel Geld in die Atomwirtschaft pumpen. DAS muss sich ändern. Energiewende JETZT!
Schade, dass wir den 30. April nicht genutzt haben.

In Lemgo hat sich das Bündnis „Energiewende JETZT!“ für Lemgo mit einem Infostand in die Fußgängerzone von Lemgo gestellt.

Das könnte ein Beispiel für andere Orte und Bündnisse und Parteien sein.

Ihr habt wieder eine Gelegenheit – im nächsten Jahr!


Bis dahin schaut Euch das Buch von Hermann Scheer „Der energethische Imperativ – 100% jetzt: Wie der vollständige Wechsel zu erneuerbaren Energien zu realisieren ist“ ISBN 978-3-88897-683-4.
Dies Buch ist es Wert die 19,90 EUR zu investieren!

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Eine Antwort zu 30. April = bundesweiter Umwelttag

  1. freieenergie schreibt:

    Hallo und danke für diesen schönen Text!
    Es kann derzeit nur eine Forderung geben: Atomausstieg sofort!
    Wie wir schon an der ersten öffentlichen Ethik-Show der Bundesregierung sehen, geht es noch immer um die ideologische Diskussion über ein Konzept zur Energiewende. Nun mag es viele Menschen geben, die diese Vorphase des Atomausstiegs aus unterschiedlichen Gründen für wichtig halten, die Zeitfrage hat hier jedoch nichts zu suchen, wenn sie nicht gleichsam zum ideologischen Spielball werden soll.
    Es gibt meines Erachtens nur ein Kriterium für die Beurteilung der Dauer eines Umstiegs, das ist die Möglichkeit der technischen Umsetzung. Daraus resultiert für mich, dass der Zeitrahmen genau durch dieses Kriterium bestimmt wird, nicht durch Interessen geleitete Einflussnahme oder dadurch, wer sich die besseren Studien oder die größere Wissenschaftsarmada leisten kann.
    Atomausstieg sofort! Das muss unsere Forderung sein und daran muss sich unsere Regierung messen lassen. Alles andere sind Lippenbekenntnisse, die uns kein Stück weiter bringen.
    Die Verantwortlichen wissen seit Jahrzehnten um die Gefahren dieser Technologie und haben sich nicht um unsere Sicherheit geschert! Jetzt ist Schluss! Wir wollen ein klares Bekenntnis zum sofortigen Ausstieg, dann können wir die Realität immer noch über den Zeitrahmen entscheiden lassen.
    Wenn wir es wollen, dann sind wir schneller raus, als sich die Politiker das vorstellen und als es den Industriebossen lieb ist!

    Jörg Olsson für eine Welt ohne Atom

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