Ethikkommission Live-Ticker

Am Donnerstag den 28. April 2011 tagt die von der Bundesregierung (von Frau Merkel) eingesetzte „Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung„.
Die Sitzung ist öffentlich und wird über Phoenix live übertragen.

Tolle Idee!
Mit einem Live-Ticker begleiten die atomkritischen Organisationen ausgestrahlt und IPPNW diese Sitzung von 9 bis 20 Uhr.

Es gibt kritische Analysen, Bewertungen und Kommentare von:

  • Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt
  • Armin Simon, Journalist und Autor u.a. des Buches „Das atomare Kuckucksei“
  • Henrik Paulitz, Energieexperte der IPPNW


Henrik Paulitz:

„Es ist wichtig, die Beratungen der Ethikkommission kritisch zu begleiten – zu viel steht auf dem Spiel. In der Vergangenheit, gerade in den letzten Wochen, haben wir erlebt, dass die Bundesregierung mehr auf Wahlergebnisse schielt statt eine verantwortungsvolle Energiepolitik zu machen.
Die Ethikkommission ist ein zentraler Baustein der Kommunikationsstrategie von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wir werden über den Live-Ticker die Aussagen der Kommissionsteilnehmer bewerten, offene Fragen klären, Probleme benennen und vertiefende Antworten geben.“

Jochen Stay:

„Wir werden in unseren Ticker-Kommentaren den Finger in die Wunde legen, immer dann, wenn die Risiken der Atomenergie relativiert werden.
Es macht keinen Sinn, die notwendige Stilllegung von Atomkraftwerken gegen die Fragen von Strompreisentwicklung und Versorgungssicherheit aufzurechnen.“

Es gibt den Hinweis von Ausgestrahlt und IPPNW:
Verfolgt die Debatte in der Ethikkommission bei Phoenix im Fernsehen oder im Internet und nutzt zugleich den „atom-kritischen und unabhängigen“ Live-Ticker!

Hintergrund:
Am 22. März 2011 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Ethikkommission eingesetzt, „um über die Zukunft der Kernenergie zu beraten“. Es gehe darum, Risiken zu bewerten und einzuordnen.

Der Auftrag an die Kommission ist ambivalent:

Einerseits soll es um den „schnellen Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien“ gehen, andererseits betont Kanzlerin Merkel, es gehe um einen „Ausstieg mit Augenmaß“, der Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien solle ein „praktikabler“ sein.

Das bedeutet nichts anderes, als dass beim Umbau der Energiewirtschaft erwartungsgemäß wieder einmal auf die
Bremse gedrückt wird. IPPNW und Ausgestrahlt befürchten zudem, dass es in erster Linie weiterhin darum gehen wird,
die Gewinne der großen Energiekonzerne zu sichern und den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu behindern…

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