Lemgo: Antrag der Grünen im Stadtrat

Die im Stadtrat vertretenen Bündnis90/Die Grünen haben einen Antrag in Bezug auf die schnellst möglichen Verzicht zum Zukauf von Atomstrom bei den lemgoer Stadtwerken gestellt. D.h. die Stadtwerke würden zu einem Anbieter mit 0% Atomstrom werden. Der Schritt ist angesichts der aktuellen Lage sinnvoll und nachvollziehbar. Nur so können Orte wie Lemgo schnellst möglich einen Ausstieg aus dieser unsäglichen Energieform mit unvorstellbaren Risiken schaffen.

Der aktuelle Trend zeigt, das weit über 80% der Menschen raus aus dem Atomstrom wollen. Sie sind sich der Lage und der Folgen, auch für sich persönlich, bewusst (Quelle N-TV: „Nach der Atomkatastrophe in Japan wollen 86 Prozent der Deutschen einen vollständigen Atomausstieg bis spätestens um das Jahr 2020“).

Die Stadtwerke hätte damit zwar keine 100% sauberen Strom, aber sind effizient und könnten autonom mit einem guten Energiemix mit steigendem Anteil an sauberen Strom zum Vorzeigeanbieter werden, so wie es z.B. EWS Schönau

Der Antrag liegt uns als Kopie als PDF vor.

Der Fraktionssprecher der Grünen (Burkhard Pohl) wurde mit einem Beitrag dazu in der Lippische Wochenschau abgedruckt:

Den Umstieg beschleunigen

Die Stadtwerke haben sofort reagiert und es wurde in gleicher Wochenzeitung ein „Gegenbeitrag“ des Geschäftsführers (Arnd Oberscheven) veröffentlicht. Interessant dabei, dass dort betont wird, dass für den „Haushalts“-kunden kein Atomstrom geliefert wird. Doch die Großkunden in der Industrie erhalten Atomstrom. Wobei der Anteil von 6-7% im Vergleich zu anderen Stromanbietern moderat ist:

Kein Atomstrom in Lemgoer Haushalten

Es steht die Frage im Raum, wie kann man Stadtwerke, wie die in Lemgo, überzeugen, dass sie eine vollständige Energiewende anstreben müssen. Dass durch die völlig veränderte politische, wirtschaftliche (betriebswirtschaftlich wie volkswirtschaftlich) und soziale Lage (Betrachtung des Restrisikos für die Bevölkerung) ein kurzfristiges Umdenken erfolgen muss.

Ein gutes Beispiel ist in Bielefeld zu sehen, die die Atom-Strategie der eigenen Stadtwerke komplett in Frage stellen und eine Abstimmung der Bürger wünschen. Die Stadtwerke sind mit fast 20% direkt am AKW in Grohnde neben EON beteiligt.

Sicherlich kann es auch für die Kommunen ein interessantes Druckmittel gegenüber den Stromlieferanten sein, dass vieler Orts die Leitungskonzessionen auslaufen. Damit sind die Vertragsverhandlungen offen und die Bürger können mit den Kommunen massive Einfluss üben, wie der Energiemix und die Versorgung künftig aussehen wird.

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